23.11.2017 (Donnerstag)

18.11.2017 - 13.01.2018

"Kunst ist schön…" und macht Freude! - 10 Jahre Karin Abt-Straubinger Stiftung

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© Lucia Dellefant, Where is your courage?, 2016
 
Mit ihrer Stiftung hat die Stuttgarter Galeristin Karin Abt-Straubinger in zehn Jahren über 150 Kunstprojekte gefördert: vom regionalen Projekt in Stuttgart bis zum internationalen Ausstellungsevent in Moskau. Letzteres fand unter Beteiligung von Leipziger Künstlerinnen und Künstlern statt, weshalb die Jubiläumsausstellung nach Stationen in Stuttgart (Galerie ABTART) und Rottweil (Kunstforum) auch in Leipzig zu sehen ist.
 
„Kunst ist schön… und macht Freude!“ lautet das Motto der Ausstellung, die in exemplarischer Weise zeigt, was Karin Abt-Straubinger in der vergangenen Dekade mit ihrem Engagement ermöglicht hat. Gemeinsam mit dem Künstler und Kurator Jürgen Knubben hat Karin Abt-Straubinger unter den von ihr geförderten Künstlern eine Auswahl getroffen, in welcher sich die Begeisterung für Kunst und eine Offenheit gegenüber einer Vielfalt künstlerischer Positionen manifestiert.
 
Es sind im weitesten Sinn Bilder und Skulpturen vertreten, immer aber mit einem innovativen Aspekt. Gemeinsam ist Ihnen, dass sie im Gegenständlichen, also in der Wirklichkeit verwurzelt sind. Bei den Bildern handelt es sich etwa um dreidimensionale Zeichnungen mit Cut-Outs und anderen Materialien, die einen „Maskenball“ thematisieren (Nadja Schöllhammer), oder um Bleistiftzeichnungen mit sogenanntem Drachenblut, welches eigentlich Harz aus dem uralten Drachenblutbaum ist und somit mythische Bezüge herstellt (Tulguldur Yondonjamts).
 
Bei den Skulpturen reicht das Spektrum von einer Großskulptur aus Aluminium (Daniel Wagenblast) über Kugeln aus gebrochenen Flaschenböden (Monika Goetz) und eher fragilen Papierobjekten (Thomas & Renée Rapedius). Auch Sprache wird in manches Werk miteinbezogen und fordert den Betrachter heraus, sich mit kritischen und unbequemen Botschaften auseinanderzusetzen (Lucia Dellefant, Peter Granser). „Flugobjekte“ und „Playstation“ sind selbstredende Titel von Installationen und geben ein Beispiel dafür, dass junge Künstler auf die reale Welt reagieren.
 
Beteiligte Künstlerinnen und Künstler:
Suzana Brborovic (Leipzig/Ljubljana), Lucia Dellefant (München), Peter Granser (Stuttgart), Monika Goetz (Berlin), Johannes Jensen (Stuttgart/Berlin), Fabian Kühfuß (Stuttgart), Pia Maria Martin (Stuttgart/ Nizza), Gabriela Oberkofler (Stuttgart), Renée & Thomas Rapedius (Berlin), Nadja Schöllhammer (Berlin), Tuguldur Yondonjamts (New York/ Ulaanbataar), Daniel Wagenblast (Stuttgart).
 

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23.11.2017 - 25.11.2017

Aufführung in der Residenz vom Schauspiel Leipzig

Tomorrow’s Parties
Forced Entertainment (Sheffield)
 
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Foto: Hugo Glendinning
 
Die legendäre Kompanie Forced Entertainment untersucht den spekulativen Charakter der Hoffnung und die unzähligen Möglichkeiten, mit denen uns die Zukunft immer wieder einen Strich durch die Rechnung macht. Die Bühne wird zum Schauplatz für einen Wettstreit der Utopien, der Möglichkeiten und Unmöglichkeiten. In virtuoser Story-Telling-Manier berichten eine Performerin und ein Performer von realistischen Entwicklungen, fiktiven Zukunftsszenarien und den damit verknüpften Hoffnungen, Ängsten, Klischees und Phantasien. Sie erzählen von geheimen Träumen, geben utopische Wünsche preis, entwickeln neue Gesellschaftsmodelle oder naive Phantasien und entwerfen dabei eine Zukunft, in der sich womöglich gar nichts verändert hat und doch alles anders ist. Gewohnt doppelbödig, komisch, subtil, manchmal absichtlich banal, hin und wieder trashig, aber nicht klamaukig erzählt „Tomorrow’s Parties“, worüber man nur spekulieren kann.

In den mehr als 30 Jahren seit der Gründung von Forced Entertainment 1984 verfolgen die sechs Stammmitglieder eine einzigartige künstlerische Zusammenarbeit. In ihren Arbeiten setzen sie sich mit den Konventionen von Genre, Erzählung und dem Theater selbst auseinander und sprengen diese nicht selten lustvoll. Ihre Einflüsse beziehen sie nicht allein aus dem Theater, sondern auch aus Tanz, Performancekunst, Musikkultur und populären Genres wie dem Cabaret und der Standup-Comedy. Ihre unverwechselbaren Produktionen unter dem Künstlerischen Leiter der Gruppe, Tim Etchells, sind stets provokant und entziehen sich nicht selten den Erwartungen des Publikums. Ihre unverwechselbare kollektive Arbeitsweise ist von Improvisation, Experimentierfreude und Diskussionen geprägt und hat sie nicht nur zu Pionieren des britischen Avantgarde-Theaters gemacht, sondern auch ihren unvergleichlichen internationalen Ruf begründet. 2016 erhielt die Gruppe den International Ibsen Award in Anerkennung des Theaters als kollektive Kunstform und der gesellschaftlichen Rolle des Theaters. Forced Entertainment sind das erste Kollektiv, das diesen Preis erhält, und reihen sich damit ein in den Kreis der bisherigen Geehrten wie u. a. Peter Brook, Heiner Goebbels, Ariane Mnouchkine, Jon Fosse und Peter Handke. Mit „Real Magic“ wurden sie als eine der zehn bemerkenswertesten Produktionen der Spielzeit zum Berliner Theatertreffen 2017 eingeladen. www.forcedentertainment.com
 

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  • Stempelspiel Ritterburg (Kopie)

  • Stempelspiel Ritterburg

  • Neo-Rauch

  • Lubok 8