Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts entstanden die Arbeiterwohnhäuser an der östlichen Grundstücksgrenze des Spinnereiareals. Die einheitliche Blockrandbebauung im Gründerzeit- und Jugendstil ist prägend für den Charakter der Straße. Innen variieren die Gebäude, sie enthalten Wohnungen mit unterschiedlichen Grundrissen: Vierspänner, Dreispänner, Zweispänner aber auch Häuser mit nur einer regelrecht luxuriösen Wohnung pro Etage. Arbeiter und Verwaltungsangestellte der Spinnerei wohnten hier. Integriert war ebenfalls der erste Kindergarten der Spinnerei mit seiner idyllischen Gartenanlage.
Zu DDR-Zeiten war das Ensemble weitgehend bewohnt, derzeit ist nur die Thüringer Straße 6 voll vermietet. Anteilig sind Wohnungen im Gebäude Nr. 12 genutzt. Alle Gebäude sind sanierungsbedürftig. Im Jahr 2007 konnte die Spinnerei die vom Voreigentümer des Gesamtareals veräußerten Arbeiterwohnungen zurückkaufen, noch 2009 wird die Sanierung und Revitalisierung dieser ehemaligen Arbeiterwohnungen beginnen. Wie bei der Entwicklung des Fabrikareals selbst wird dabei auf eine nachhaltige und zugleich originäre Wiederbelebung gesetzt.

