Residenz House Warming

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Ivana Müllers „We Are Still Watching“ ist eine Hommage ans Publikum, die ganz ohne DarstellerInnen auskommt. In der Leseperformance werden die BesucherInnen zu Akteuren, die sich bei jeder Aufführung zu einer neuen Gemeinschaft formieren, obwohl am Anfang keiner das Skript kennt. Was passiert, wenn das Geld alle ist, fragen Chris Kondek, Christiane Kühl und Klaus Weddig in ihrer Foto- und Videoinstallation „Shoot Out“. Entlassene Opel­arbeiter scheitern darin bei dem Versuch, sich mit den „sieben gelungenen Überlebensformen“ nach Cicero über Wasser zu halten. In „Ravemachine“ sampelt und verstärkt die Choreographin Doris Uhlich die Sounds des elektrischen Rollstuhls ihres Partners Michael Turinsky, um sie in wummernde Techno-Beats zu übersetzen. In dem Duett werden menschliche und maschinelle Energien übertragen und transformiert, der Dia­log und das Verhältnis von Mensch und Maschine, Ekstase und Form, Aufladung und Erschöpfung erfahren. Wie nach einer Detonation, einem Unfall oder ohne erkennbaren Grund liegen in Julian Hetzels Stadtraumintervention „Obstacle“ Körper auf der Straße. Als Bild, als Horrorszenario oder als Provokation? Einen heimeligen Rückzugsort bietet hingegen Hermann HeisigsBude“, die er im Residenz-Büro einrichtet und in der er seinen Gästen eine ganz persönliche Performance als Geschenk anbietet. Und wenn alle Gäste schon mal da sind, wird natürlich auch gebührend gefeiert: Planningtorockeröffnet mit ihrem Konzert „Human Drama“ nicht nur die neue Tanzfläche der Residenz, sondern auch jedem einen Zugang in komplexe Genderdiskurse. Zum Abschluss laden Doris Uhlich und DJ Boris Kopeinig zum „Ravenight“ ein: Every Body Welcome! All Machines Welcome!

 

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